Wir mögen unsere Lebensmittel am liebsten frisch, und zwar inzwischen auch dann, wenn wir diese online bestellen und liefern lassen. Über 260 Milliarden Euro lassen wir uns in Deutschland Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren im Jahr kosten. Auf den Online-Handel entfielen davon im Jahr 2021 laut Statista.de rund 3,9 Milliarden Euro.

Beliebte Produkte sind Süßwaren, Snacks, Reis, Nudeln und Getränke. Es geht also vorwiegend um haltbare Lebensmittel im E-Commerce, auch als E-Food oder e-Food bezeichnet. Eine der größten Veränderungen der nächsten Jahre steht dem Online-Handel mit Gütern des täglichen Bedarfs vor. Bislang wurden diese Produkte in Supermärkten und Discountern gekauft, aber immer mehr Angebote finden sich im Internet. Die neue Einkaufsmöglichkeit ist längst kein Nischenphänomen mehr, denn über mobile Endgeräte können potentielle Kunden direkt angesprochen werden.

E-Food gilt als das nächste “big thing”, da wundert es nicht, dass immer mehr Handelsunternehmen hierzulande ihre Onlineangebote massiv ausbauen. Die Branchenriesen übernehmen Mitbewerber, doch im Mittelfeld, den klassischen KMU zeigt sich ein neuer Trend. Dieser heißt Regionalität und kommt dem Wunsch der Verbraucher nach regionalen Produkten entgegen. Die kleinen und mittleren Unternehmen hierzulande, auch als Mittelstand bezeichnet, profitieren auch von der generell schwierigen Lage im Lebensmitteleinzelhandel.

Auch wenn sich die Ausgabebereitschaft der Verbraucher auf einem neuen Rekordhoch befindet, so trägt die demografische Entwicklung dazu bei, dass generell weniger Lebensmittel gekauft werden.

Darum sollten Sie Lebensmittel online verkaufen

Nach der Pandemie ist vor dem Aufschwung, daher sollten Sie Ihr Unternehmen jetzt zukunftssicher machen und Wachstum generieren. Mit emotionalen Kundenerlebnissen schaffen Sie effiziente und personalisierte Kundenbindungen.

Die Verknüpfung von Online- und Offline-Service wird für den Verkauf von Lebensmitteln immer wichtiger. Als Händler, der für Umsatzsteigerungen sorgen will, können Sie auf das Thema E-Food fast nicht verzichten.

Wenn sich alle wieder an eine neue Normalität gewöhnt haben, werden einige Gewohnheiten verschwinden, aber andere bleiben. Das Liefern von frischen Lebensmitteln gehört Experten zufolge zu den Trends, die über die aktuelle Krise hinaus bleiben werden und mehr noch, sie erwarten große Zuwächse in dem Bereich.

Schon vor der Pandemie wurde dem E-Food-Sektor ein jährliches Wachstum von 10 Prozent prognostiziert. Das IFH Köln hat in einer Studie die Entwicklung des Online Lebensmittelhandels analysiert und sagt bis 2030 ein Wachstum von 9 % vorher.

In der IFH-Studie „Lebensmittel online – heute und 2030” kommt man zu dem Ergebnis, dass das Einkaufsverhalten im Wandel ist und geprägte Verhalten aufgebrochen werden. Die neue Angebotssituation führt zu einem veränderten Einkaufsverhalten und der Wunsch nach Bequemlichkeit unterstreicht die positiven Wachstumsraten.

Auch die Zahlen vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) gibt an, dass die Umsätze im E-Commerce 2021 im Bereich “Waren des täglichen Bedarfs” um 35 % zulegten. Die reinen Lebensmittel-Umsätze sogar um 47 %.

Herausforderungen im Lebensmittel E-Commerce

Trotz der zunehmenden Zahl internetaffiner Verbraucher gibt es auch Herausforderungen im Aufbau eines erfolgreichen Lebensmittel Onlinehandels. Zu den kritischsten Aspekten gehören dieser Tage vor allem die hohen Lieferkosten, die häufig im Vergleich zum Wert der Waren relativ hoch sind. Die steigenden Benzinpreise belasten die aktuelle Situation zusätzlich. Als mögliche Lösung könnten Sie Kunden mit besonderem Service und besonderen Angeboten überzeugen.

Der Kunde kann die Waren vor dem Einkauf im Internet nicht selbst auf Frische prüfen, daher legt er bei der Online-Lieferung besonderen Wert auf die Qualität von Obst und Gemüse. Durch die fehlende Selbstauswahl kann der Kunde keinen Einfluss, beispielsweise beim Reifegrad von Früchten, nehmen.

Zur kritischeren Grundhaltung kommt noch die Furcht vor einer unterbrochenen Kühlkette. Diese Herausforderung nehmen Sie am besten durch ausgeklügelte Kühlungs- und Verpackungssysteme an, die das Risiko für Qualitätsmängel an der Ware mindern. Außerdem können Sie mit besseren Artikelbeschreibungen vorbeugen, im Zweifelsfall sollte eine problemlose Reklamationsbearbeitung den Kunden wieder zufriedenstellen.

Behalten Sie die Nachhaltigkeit im Blick, denn Kunden, unabhängig davon, ob sie online oder im stationären Handel bestellen, legen viel Wert auf Umweltaspekte und Nachhaltigkeit. Achten Sie auf umweltbewusste Verpackungen, biologisch abbaubare Folien und bieten Sie besonders nachhaltige sowie regionale Produkte an.

Eine mögliche Antwort auf die Bedenken der Kunden könnten auch Mehrwegverpackungen sein, die bei der nächsten Lieferung wieder mitgenommen werden. Mehrwegsysteme kosten bei der Anschaffung etwas mehr, dafür binden Sie Ihre Kunden an sich und zeigen Verantwortung für die Umwelt und das Klima.

Mit einem flexiblen ERP erobern Sie die Lebensmittelbranche

Je mehr Menschen ihren Einkauf im Internet abwickeln, umso eher entstehen Synergieeffekte, die sich beispielsweise durch niedrigere Lieferkosten äußern. Durch die erhöhten Bestellungen werden Sie schneller, was sich wiederum auf Ihre Ressourcen auswirkt. Sie benötigen dafür jedoch ein flexibles ERP-System.

Die ERP-Software kümmert sich um die Administration von Geschäftsprozessen und automatisiert verschiedene Arbeitsprozesse. Eine solche Software ist beispielsweise die ERP-Cloud von reybex, die modular aufgebaut und jederzeit flexibel erweiterbar ist. Die Software bietet Ihnen leichtes e-Commerce Controlling, Variantenmanagement sowie Multi-Channel Funktionen für die Verbindung und Verwaltung zahlreicher Vertriebskanäle an einem zentralen Ort. Zudem können Chargen- und Seriennummern sowie Mindesthaltbarkeitsdaten bequem im reybex ERP verwaltet werden. Über automatisierte Bestellvorgänge werden Beschaffungsprozesse angestoßen, die den Alltag deutlich erleichtern und die Ressourcenschonung unterstützen.

Denn das neue Geschäftsmodell muss effizient steuerbar sein, damit es zur Wertschöpfung Ihres Unternehmens beiträgt. Durch die Nutzung der gewonnenen Daten aus dem e-Food lassen sich darüber hinaus Strategien optimieren und der Umsatz steigern. Mit relevanten Insights zur Werbe- und Sortimentsauswahl bleiben Sie konkurrenzfähig und vertiefen Ihre Kundenbeziehungen langfristig.